Epti Pigés bedeutet aus dem Griechischen übersetzt „Sieben Quellen“. Es ist eine echte Oase mit üppiger Vegetation und sprudelndem Süßwasser. Hier laufen Pfauen und Enten frei herum, und die Pfauen schauen oft im örtlichen Restaurant vorbei, in der Hoffnung, etwas zu fressen zu bekommen. Das Wasser aus den natürlichen Quellen bildet einen Bach, der durch einen schmalen Tunnel in einen See fließt und sich dort in einen malerischen Wasserfall verwandelt. In der Mitte des Tunnels befindet sich ein 13 Meter tiefer vertikaler Brunnen, der gleichzeitig als Lichtschacht und Belüftung dient. Ein Spaziergang durch den dunklen Tunnel, der als „Tunnel der Liebe” bekannt ist, ist ein ungewöhnliches und unvergessliches Erlebnis. Menschen, die unter Klaustrophobie leiden, sollten jedoch besser eine alternative Route über den Weg zum See wählen. Der Tunnel wurde in den 1920er Jahren von Italienern gebaut, um das Pumpen von Wasser in einen künstlichen See zu erleichtern. Das Ziel der Italiener war es, einen Damm zu bauen, um Wasser nach Kolimbiya, einem ehemaligen Bauerndorf, zu leiten. Der See ist zwischen 1 und 8 Meter tief und etwa 200 Meter lang. Es ist der einzige Ort auf der Insel, an dem man in Süßwasser baden kann. Der Weg dorthin führt durch eine Schlucht mit grünen Platanen und Kiefern. Im See leben seltene Gizani-Fische, Krabben sowie Pfauen, Enten, Gänse und Schildkröten. Hier kann man gemütlich auf den Wegen und Brücken spazieren gehen, die Kühle der Steinkanäle genießen und dem Gesang der Vögel und den Geräuschen der Natur lauschen.
Rhodos, Griechenland